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21Nov

Warum die Grünen Vorwahlen ein Erfolg waren

2009-11-15-um-19-43-39

Als rd. 550 Menschen vergangenen Sonntag bei der Grünen Landesversammlung die einzig basisdemokratisch erstellte Liste einer Partei für die Wiener Gemeinderatswahlen wählten, war mir rasch klar, dass die Initiative Grüne Vorwahlen ein Erfolg war. Ein Erfolg, der natürlich noch größer sein hätte können, wenn die Dyamik der Aktion nicht nach vielen Missverständnissen und Kommunikationsdefiziten auf beiden Seiten durch eine nicht nachvollziehbare Selektion bei der Aufnahme neuer UnterstützerInnen im Vorhinein abgewürgt worden wäre. Doch es ist schlussendlich egal, ob nun 20, 50 oder 100 am Sonntag anwesende Mitglieder/UnterstützerInnen der Aktion zuzurechnen waren, alleine der innerparteilich angestoßene Diskussionsprozess, die intensive Auseinandersetzung mit KandidatInnen und Positionen und die breitere Mitbestimmung einer sehr guten grünen Liste stellen einen Gewinn für die Wiener Grünen dar!

Warum die Grünen Vorwahlen sowohl für die Wiener Grünen als auch für die neuen UnterstützerInnen ein Erfolg waren, bringt Bernhard Krön auf den Punkt: “Auf der Hompage der grünen VorwählerInnen prangt noch immer: “Unsere Gemeinderäte und Parlamente sind voll von an uns Wählerinnen und Wählern vorbeigeschummelten Abgeordneten.” In diesem Satz steckt zwar ein Funke Wahrheit, er ist aber sicher überzeichnet und hat so manche ParteiaktivistInnen geärgert. Dank der Vorwahl-Initiative trifft dieser Satz heute noch weniger zu als noch vor ein paar Monaten.”

Vor allem Eines ist mir nach zahlreichen Gesprächen mit anderen UnterstützerInnen auf einer spannenden Landesversammlung mit Überraschungen, Freude, Stolz, Zittern, Enttäuschungen und Nachtreten klar: Jeder und jede von ihnen war nach einem langen Tag voller Reden und Abstimmungen von diesem Prozess der politischen Entscheidungsfindung und den hervorragenden KandidatInnen begeistert. Jeder und jede von ihnen wird als grüneR BotschafterIn diese Begeisterung unter die Leute bringen und in wenigen Jahren gemeinsam mit noch mehr Leuten wieder eine grüne Liste mitbestimmen. Und davor wird jeder und jede von ihnen noch gemeinsam mit diesen KandidatInnen und anderen AktivistInnen einen Beitrag zu einem grünen Wahlerfolg nächstes Jahr leisten und versuchen seine/ihre Ideen in Zukunft noch mehr einzubringen.

Die Landesversammlung war für viele VorwählerInnen also nicht der Endpunkt der Grünen Vorwahlen, sondern vielmehr ein weiterer Anfangspunkt politischen Engagements, nicht nur aber vor allem auch innerhalb der Grünen. Und genauso soll sie für uns Grüne ein Anfangspunkt für eine weitere Öffnung und moderne Demokratisierung der Partei - nicht nur in Wien (!) - sein, wie Marco Schreuder treffend feststellt: “Jetzt gilt es auch inhaltliche Partizipationsmodelle zu entwickeln, die sich öffnende und kommunizierende Demokratie weiter zu entwickeln. Denn diese Entwicklung darf nicht bei den Grünen anfangen und bei den Grünen auch gleich wieder enden, sondern sie kann ein Motor zur Neuentdeckung und -definition der Demokratie überhaupt sein.”

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Verfasst am 21.11.2009 um 13:32 Uhr von Andreas Lindinger mit den Stichworten , , , , , , .
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