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Energie & Umwelt & Innovation & Wirtschaft » 3 Wege zum nachhaltigen wirtschaftlichen und ökologischen Aufschwung
24Jan

3 Wege zum nachhaltigen wirtschaftlichen und ökologischen Aufschwung

2009-09-22-um-11-50-00

Interessante Erkenntnisse brachte diese Woche ein Workshop von SERI zum Thema “Volkswirtschaftliche Auswirkungen eines nachhaltigen Energiekonsums“. Dabei wurden ausgehend von den energie- und klimapolitischen Zielen Österreichs bis 2020 die Auswirkungen dreier zentraler Maßnahmen auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft untersucht. Eines ist klar: Eine massive, ganzheitliche Kraftanstrengung ist notwendig und möglich!

Ausbau erneuerbarer Energieträger, Steigerung der Energieeffizienz und Änderungen im persönlichen Lebensstil: So lauten die drei Maßnahmen, deren Auswirkungen auf BIP-Wachstum, Wirtschaftssektoren, Arbeitsmarkt, Außenhandel, CO2-Emissionen, Energieträgermix u.a. ökonomische und ökologische Größen hier umfassend quantifiziert wurden. Einmal mehr wurden dabei die positiven Wachstums- und Beschäftigungseffekte von Investitionen in erneuerbare Energieträger und in Energieeffizienz wissenschaftlich belegt.

Von besonderem Interesse waren für mich dabei die Simulationsergebnisse der Verhaltensänderungen, die das große Potenzial dieses politisch und medial oftmals vernachlässigten Handlungsbereichs zeigten. Auch wenn radikale Veränderungen unserer bisherigen Lebensweisen bis 2020 unrealistisch und kurzfristige Wachstumseinbußen politisch wenig attraktiv sind, darf man diesen Bereich nicht länger ausklammern! Denn gerade hier kann jede und jeder von uns schon heute einen Beitrag leisten!

Nicht zuletzt ist der Bereich der Verhaltensänderungen laut Simulationsergebnisse einer der größten Hebel und bringt mittel- und langfristig einen Zuwachs an Lebensqualität und ökonomischen Chancen (positive Wachstums- und Beschäftigungseffekte). Die politischen Anstrengungen bei Erneuerbaren Energieträgern und Energieeffizienz müssen daher durch Maßnahmen im Bereich der (freiwilligen!) Verhaltensänderungen ergänzt werden! Information, Bewusstsseinsbildung und Aktionen auf regionaler und lokaler Ebene sind dabei der Schlüssel zum Erfolg!

Denn nur eine umfassende Anstrengung in allen drei Handlungsbereichen kann eine ganzheitlich positive und langfristig nachhaltige Entwicklung garantieren. Das Spektrum an Maßnahmen ist vielfältig und bekannt: Attraktive Ökostrom-Einspeisetarife, ökologische Steuerreform, öffentliche Investitionszuschüsse, thermische Sanierung, effizientere Heiztechnologien, gezielter Einsatz der Wohnbauförderung, lokale/regionale Aktionen (Tauschringe, Solidarregionen, Zeitbanken, Lokale Agenda 21, Umweltbildung, etc.), Installation von Smart Meters, Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel, Radverkehrsoffensive, Förderung neuer Wohnformen, usw.

Die genauen Ergebnisse der Studie sollen nach der Einarbeitung des Feedbacks aus diesem Workshop demnächst veröffentlicht werden. Auch bei der internationalen Konferenz “Wachstum im Wandel” wird das Thema des nachhaltigen Energiekonsums diese Woche behandelt werden. Egal ob Lebensstiländerungen, Erneuerbare Energieträger oder Alternativen zum Wachstumsfetisch: Die vielen Facetten einer zukunftsfähigen Antwort auf die Energie-, Klima- und Wirtschaftskrise stellen spannende Elemente der notwendigen Transformation unserer Gesellschaft dar!

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Verfasst am 24.01.2010 um 18:22 Uhr von Andreas Lindinger mit den Stichworten , , , , , , , , , , , , , , .
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