
Die Windenergie ist gemäß einer aktuellen Studie über das Versorgungspotenzial sowie die Auswirkungen auf Klimawandel, Gesundheit, Umwelt, Wasserverbrauch, u.a. Nachhaltigkeitsfaktoren die vielversprechendste Energieform, noch vor Sonne oder Biomasse. Mit 43% der im Jahr 2008 in der EU neu errichteten Kraftswerksleistung nimmt die Windkraft bereits die Spitzenposition beim europäischen Ökostromausbau ein. Darüber hinaus ist die Windenergiebranche ein zukunftsträchtiger Jobmotor mit einer erwarteten Verdoppelung der Arbeitsplätze in Europa in den kommenden 10 Jahren.
Das ökologische und ökonomische Potenzial der Windkraft ist also unbestritten. Umso trauriger und gefährlicher ist es daher wenn Österreich bei diesem Aufstieg der europäischen Windkraft nur von außen zusieht und damit gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise ungeheure Chancen für neue, nachhaltige Arbeitsplätze ignoriert. Grund dafür ist die trotz Kritik von allen Seiten noch nicht beseitigte, jedoch de facto sämtliche Investitionen hemmende Ökostromgesetz-Novelle.
Aufgrund der investitionshemmenden Gesetzeslage wurden in Österreich nämlich in 2008 nur 14 MW neue Windkraft-Leistung errichtet, was einem Rückgang von 95% gegenüber dem Jahr 2003 entspricht! Eine Anpassung an europäische Rahmenbedingungen, sogar eine einfache Übernahme der deutschen Gesetzeslage - wie in einer Podiumsdiskussion vor einigen Monaten als Lösungsweg angesprochen - könnten und müssen sofort wieder für die notwendigen Zukunftsinvestitionen sorgen! Das Geld für diese Investitionen ist jedenfalls auch in Österreich vorhanden, zumal gerade die Windkraft in Zeiten der Krise aufgrund ihres überschaubaren Risikos eine attraktive Investitionsform darstellt. Während bislang nur der österreichische Windkraft-Exportsektor mit einem Anstieg der Exporte um 20% auf mehr als 300 Mio. Euro vom europäischen Windkraftboom profitiert, muss nun dringend auch das Potenzial für Windkraft in Österreich genutzt werden!
Es muss also gehandelt werden bevor Österreich diese Chance auf eine saubere Energieversorgung und tausende Arbeitsplätze leichtfertig aufgibt! Im Sinne der Umwelt und im Sinne der Wirtschaft bedeutet ein weiteres politisches Zögern nur den endgültigen Rückfall Österreichs zum Schlusslicht beim europäischen Windkraftboom und damit ein weiteres energie- und arbeitsmarktpolitisches Fiasko dieser Regierung. Nehmen wir uns daher ein Beispiel an den jüngsten Aktionen von Frankreich (oder auch anderen Ländern) und sorgen wir ebenso mit einem klaren Bekenntnis zur Windkraft für attraktivere Tarife, steuerliche Erleichterungen und fördernde gesetzliche Regelungen!
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Es ist geradezu eine Ironie des Schicksals, das sich heute, 30 Jahre nach Gründung der Grünen Hundertdausende dagegen wehren müssen, damit ihr letzter, noch halbwegs erhaltener Lebensraum nicht von riesigen, überdimensionalen, jedes menschliche Mass übersteigende Industriebauten zerstört wird.
Weit haben es die Grünen gebracht!
Dazu noch ein Interessanter Link!
http://www.sturm-im-storm.de/5303749…d90ece907.html
Detail daraus:
“Es wird eine Technologie gefördert, ohne deren Wirksamkeit und Folgen hinreichend abzuschätzen. Man lässt es zu, dass in Jahrhunderten gewachsene Kulturlandschaften, ja ganze Regionen industriell überformt werden. Ökologisch und ökonomisch nutzlose Windgeneratoren - teilweise schon über 120 Meter hoch und über viele Kilometer weit sichtbar - zerstören nicht nur das charakteristische Landschaftsbild wertvollster Natur- und Erholungsbereiche, sondern verfremden ebenso radikal die historischen Ortsbilder unserer Städte und Dörfer, die bisher von Kirchen, Schlössern und Burgen als zentrale Erhebungen in einem dicht besiedelten Landschaftsraum geprägt waren. Immer mehr Menschen müssen es erdulden, in unerträglicher Nähe zu Maschinen von erdrückenden Dimensionen zu leben. Junge Menschen wachsen in eine Welt hinein, in der sich naturnahe Landschaften in traurige Restbestände auflösen.”