
Eigentlich sollte man über die FPÖ-Plakate zu den Europawahlen nicht zu viele Worte verlieren, schließlich ist das alte Strickmuster aus plumpen Reimen, der ewig gleichen Strache-Visage und einem beliebig austauschbaren Statthalter bereits mehr als abgedroschen. Daher möchte ich angesichts der wohl dümmsten Parole “Abendland in Christenhand” nur kurz mit einem gestern gelesenen Zitat aus dem aktuellen Buch “Außer Dienst” von Helmut Schmidt Folgendes anmerken:
“Misstraue jedem Politiker, der seine Religion zum Instrument seines Machtstrebens macht (…). Von einem Politiker müssen wir Respekt und Toleranz gegenüber den Gläubigen anderer Religionen verlangen. Wer als politischer Führer dazu nicht fähig ist, stellt eine Gefahr für den Frieden dar - für den Frieden im Inneren unseres Staates wie für den Frieden nach außen.”
Wieder einmal zeigt sich beim aktuellen Plakat jedoch wie Strache, der “Alptraum der etablierten und erschöpften Demokraten” (DIE ZEIT), den christlichen Glauben schamlos für seinen populistischen Anti-Islam-Feldzug missbraucht und damit eine Gefahr für den inneren Zusammenhalt eines vielfältigen Europas darstellt. Es bleibt daher zu hoffen bzw. gemeinsam daran zu arbeiten, dass sich - in Anlehnung an das oben genannte Zitat von Helmut Schmidt - endlich ein kollektives Misstrauen gegen dieses Politik des gegeneinander Ausspielens der Menschen bildet!
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Wieder ein Grund mehr, mich in meiner Forderung zu stärken: http://www.alteknacker.at/2009/04/02/laizismusinitiative-eigentlich-zuwenig.html
Vielfalt und Pluralismus waren schon immer in Europa gegeben. Die FPÖ möchte mit plumpen Slogans die europäische Identität verfälschen und die Menschen gegeinander aufhetzen. Diese Spirale der Hassparolen muss beendet.