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Migration & Diversity & Soziales & Gender » 18.6.: Lichterkette ums Parlament
10Jun

18.6.: Lichterkette ums Parlament

Wieder einmal ein wichtiges und verbreitenswertes Beispiel, wie sich Online-Netzwerke und Offline-Aktionen für die Verbreitung, Bekanntmachung und Umsetzung hervorragender politischer Ideen eignen: Vor rund zwei Wochen von zwei Wiener Studentinnen initiiert, fanden sich in deren Facebook-Gruppe “Es ist Zeit für eine Lichterkette!” binnen kürzester Zeit mehr als 8.000 Interessierte ein, die kommende Woche gemeinsam ein notwendiges Zeichen setzen wollen. Am kommenden Donnerstag, 18. Juni wird daher ab 19 Uhr eine menschliche Lichterkette beim Parlament (siehe auch Website-Ankündigung) ein starkes Zeichen FÜR respektvolles Miteinander, FÜR menschenwürdige Behandlung, FÜR Freude an Vielfalt, FÜR Zivilcourage und FÜR ehrliche Diskussionen setzen!

Nach den wichtigen Demonstrationen um den 1. Mai bietet sich damit eine weitere Gelegenheit, um dem ansteigenden RechtsextremismusRassismus und Antiislamismus sowie der populistischen Angst- und Sündenbockpolitik eine kollektive Absage zu erteilen. Gerade erst heute hat mich ein Parteikollege auf einen aktuellen ausländerfeindlich motivierten Übergriff dreier Jugendlicher auf eine 58-jährige Frau in Niederösterreich aufmerksam gemacht, bei dem neben der physischen Gewaltanwendung auch zwei Autos mit rechtsextremen Symbolen versehen wurden.

Leider passieren solche schrecklichen Vorfälle noch viel zu oft, leider ist auch ein ansteigender Alltagsrassimus und ein latenter institutioneller Rassimus hierzulande präsent. Zeigen wir daher umso eindringlicher wie solche kreativen Ideen, positiven Emotionen und gemeinsamen Handlungen unterstreichen, dass nur ein Miteinander aller Menschen und ein Bekenntnis zur Vielfalt zukunftsfähig sind! In diesem Sinne freue ich mich, möglichst viele von euch bei dieser Lichterkette zu treffen!

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Verfasst am 10.06.2009 um 18:41 Uhr von Andreas Lindinger mit den Stichworten , , , , , , , , , .
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Kommentare

  1. Andy10.06.2009

    Ist ja alles schön und gut, und immerhin stellst du Rassismus nicht mit Antiislamismusgleich. Ich würde an deiner Stelle trotzdem das “is” aus dem Wort nehmen, denn zwischen Islamgegnern und Islamistengegnern ist doch ein riesengrosser Unterschied.Gegen den Islam kann jeder Atheist genauso sein wie jeder Bibeltreue, muss aber nicht unbedingt, gegen Islamisten sollte aber JEDER sein!

    Nachdem ich davon ausgehe, dass du meine meinung eh kennst, weil du meinen Blog kennst, wirst du auch wissen, dass ich zu derartigen Aktionen insofern ein zwiespältiges Verhältnis habe, weil ich der Meinung bin, dass Aktion nur Rekation verursacht. In meiner Jugend gabs weder Lichterketten noch jugendliche Nazis, was war also vorher da, die Henne oder das Ei?
    Und bei Ausländerfeindlichkeit wäre es an der Zeit, das auch die Grünen endlich mal anfangen, zu differenzieren, denn wenn man über alle den Schutzschirm spannt, hat das negative Folgen - wie man sieht, seit 20 Jahren.
    Ihr könnt euch auf Dauer ned hinter dem Argument verstecken, dass es natürlich “Ausnahmen” gäbe, wenn die angepassten mittlerweile die “Ausnahme” bilden und deshalb lieber FPÖ wählen. Und ihr solltet auch gewisse Dinge beherzigen wie Nationalität, Mentalität, geschichtliche Entwicklung, vor allem aber Asylgründe erst durchleuchten, anstatt alles und jeden erstmal willkommen zu heissen.

    Welcher Neonazi-Angriff ist dir bekannt auf irgend ein chinesisches Lokal? Oder gegen asiatische Mitmenschen? Heute hat mir mein Gartengestalter einen Balinesen geschickt, kannte ich bis dato nicht, war ein super Typ, wir hatten viel Spass und bestimmt beide voneinander gelernt. Sein Vorarbeiter, der ihn hergebracht und wieder geholt hat, ist Kroate, den kenn ich schon länger. Die beiden verstehen sich gut und wir hätten womöglich gemeinsam gegrillt, wenn nicht langes Wochenende wäre und die beiden nicht nach Kroatien fahren würden. Seltsam aber, dass mir die Firma noch nie einen türkischen oder nigerianischen Gärtner geschickt hat, oder? (Die sind natürlich alle ordentlich angestellt, also keine falschen Gedanken bitte)

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    • Tom Schaffer10.06.2009

      kann mir mal irgendjemand ein statement eines grünen politikers zeigen - meinetwegen aus den letzten 5 Jahren - das “alles und jeden willkommen heißt”? mir geht dieses von rechten in die welt gesetzte vorurteil schon sowas auf den keks.

      in der zuwanderung kann ich mich dran erinnern, dass sie das kanadische modell befürworten, das als recht streng gilt. beim asylverfahren sind sie halt die einzige partei die auf rechtsstaatlichkeit und sinnvolle lösungen setzen. das heißt auch nicht, dass jeder aufgenommen wird, sondern dass es faire chancen gibt und die menschenrechte gewahrt werden (und die umfassen halt in wenigen fällen, dass auch verbrecher nicht abgeschoben werden, weil eine tatsächliche bedrohung vorliegt - soviel bekenntnis zu den menschenrechten sollte eine demokratie sich leisten wollen). und im gegensatz zu den anderen parteien kapieren die grünen halt, dass es nicht geht, dass man (oft traumatisierte) menschen jahrelang nicht arbeiten lässt und sie am existenzminimum dahinsiechen lässt - wenn man das schon nicht aus moralischer erkenntnis heraus sieht, dann wenigstens aus der logik, dass das mehr kriminalität verursacht.

      ich kenne menschen deren vater im iran erschossen wurde, und die in österreich gerade mal in letzter instanz asyl gewährt bekamen, weil ablehnung erstmal standard ist. diese instanz wurde nach jahren der “realitätsnahen”, rechten politik mittlerweile abgeschafft und nur die grünen sind dagegen.

      ein abweichen von diesen einzig menschlichen standpunkten bringt ihnen genau eines: mich als wähler zu verlieren. dass die anderen parteien da jeglichen pfad der vernunft verlassen haben, darf die grünen nicht beeindrucken.

      die aktuellen zustände, die ja schrecklich sein müssen was man immer so hört, sind jedenfalls auf dem politischen mist der övp, fpö, des bzö und der spö gewachsen. die grünen sind nicht und waren nie an der macht.

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  2. Andy10.06.2009

    Ich brauche dir gar nichts zitieren, beantworte mir einfach die Frage hier ab der fetten Überschrift:
    http://www.alteknacker.at/2009/06/09/gebetsteppich-und-dancefloor.html

    Da sind wir nähmlich beim Systemfehler! Es geht nicht um kriegsgeschädigte Menschen, die wirklich Asyl brauchen, es geht um die Massen(zu)flucht derer, die daheim entweder zuwenig verdienen oder zu faul sind.Und es geht auch darum, dass die, die sich wirklich als Gastarbeiter von anfang an gesehen haben, auch wieder gehen. Der Kroate, der heute meinen Garten vertikutiert hat etc, der ist gerade unterwegs richtung Heimat. Der ist erst seit 10 Jahren hier, hat seiner Frau versprochen, dass er in spätestens 5 Jahren wieder in Kroatien lebt, aber er verdient halt so viel und die Arbeit macht ihm Spass, und je länger er hier bleibt, umso schöner wird sein Haus daheim. Super, gerne, perfekt! Am Sonntag kommt er mit der ganzen Familie wieder zurück, weil die Kinder Ferien haben. Spätestens nach 2 Wochen wird ihnen hier fad, dann bringt er sie halt wieder heim, was solls, er kann ihnen halt hier nicht viel bieten, weil er sparsam ist.
    Sie mögen aber Österreich, freuen sich stets auf die Freunde hier, ist wie Urlaub. Deshalb haben wir heute nicht gegrillt, aber das wird nachgeholt, bestimmt!

    Und jetzt nenn mich weltfremd und rassistisch bitte ;-)

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    • Santana192811.06.2009

      Vergiss die ganze linken . Sie reden immer von Multikulti, aber sie selber wollen damit nichts zu tun haben. Sie leben in ihren elfenbein Turm und reden von Integration. Die wurden auch nie von Ausländern beschimpft oder angepöpelt. Sie schicken ihre Kinder auch nur auf Privatschulen wo keine Ausländer sind außer gut integrierte. Ein bestes Beispiel ist die Grüne Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits die offen in einer Zeitung gesagt hat sie ihren Sohn ins theresianum gibt. Eine katholische Privatschule.

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    • Tom Schaffer11.06.2009

      sorry mein freund, aber die gastarbeiter sind halt geblieben. sie haben hier viel geleistet und haben irgendwann entschieden, dass sie bleiben wollen - und offensichtlich wars ihr gutes recht. darüber zu debattieren ist ohnehin müßig, denn das ist über 30 jahre her und wird nicht mehr rückgängig machbar sein - selbst wenn man es will.

      du verwechselst hier übrigens asylwesen und zuwanderung. 2008 gab es in österreich läppische 418 asylanträge von menschen aus der türkei - vermutlich von kurden, über deren politischen status in der türkei wir bescheid wissen. wie viele von diesen anträgen auch angenommen wurden weiß ich gerade nicht, die große schwemme vor der du zitterst seh ich aber nicht.

      aber: dass du dich in die reihe aller stellst, die bisher behauptet haben die grünen würden alle reinwinken wollen, dann aber einfach nicht sagen wollten, woher sie diese idee haben, ist eh bezeichnend.

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  3. Andy11.06.2009

    @Tom:
    Das ist keine Idee, sondern Erfahrung im Sinne von selbst miterlebt. Das mit dem “reinwinken” hat die Wiener SPÖ begonnen, keine Frage, das hat mit den Grünen erstmal nichts zu tun. Die Grünen haben nur den Fehler gemacht vor 20 Jahren, als der Ostblock aufging und die echte Schwemme einsetzte, nicht nur sehr human zu agieren, sondern zu human im Sinne von “alle sind gleich”. und das rächt sich jetzt ganz einfach bei jeder Wahl mehr…..

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    • Tom Schaffer11.06.2009

      wovon sprichst du bitte? die grünen haben vor 20 jahren nicht regiert, und sie regieren heute noch nicht. und wo sind diese “alle rein”-forderungen, von denen jeder immer spricht? es wird nach jahren des nachfragens wirklich mal zeit, dass mir diese frage irgendjemand beantwortet.

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