
Mit etwas Verspätung, aber aktueller denn je: Ende Juni war ich bekanntlich bei der Vienna Energy Conference (siehe auch “Österreich muss handeln!” und “Europa muss handeln!“), wo es ein sehr interessantes und lösungsorientiertes Panel zum Thema “Energiestrategien gegen den Klimawandel” gab. Dabei beschäftigte sich Prof. Diana Ürge-Vorsatz, Director am Center for Climate Change and Sustainable Energy Policy der Central European University in Ungarn, in ihrer Präsentation mit der Energieeffizienz von Gebäuden.
Dies ist der Bereich, der weltweit mit geringen Investitionen die größten Möglichkeiten zur Reduzierung von CO2-Emissionen bietet - sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen. Denn bei nur 3-8% Mehrkosten bietet die Passivhausbauweise bis zu 90% Energieersparnis! Umso erfreulicher ist es daher, dass die EU an einer neuen Gesamtenergieeffizienz-Richtlinie für Gebäude arbeitet, laut derer ab 2019 nur mehr sogenannte “Null-Energiehäuser” gebaut werden dürfen. Dies sind Passivhäuser, die beispielsweise mittels Solarkollektoren ihren geringen Energiebedarf selbst decken.
Was dies nun mit Oberösterreich zu tun hat? Ein Blick in das Energiewendeland zeigt, dass die Wohnbauförderung dort bereits ab 2013 an die Passivhausbauweise gekoppelt ist. Oberösterreich ist damit den europäischen Vorgaben sechs Jahre voraus und wurde zurecht von Prof. Ürge-Vorsatz bei der Vienna Energy Conference als europäischer Pionier in diesem Bereich bezeichnet. “The start of a revolution” sei dies laut Prof. Ürge-Vorsatz und Oberösterreich zeigt, wie eine kluge, gemeinsame Politik mit den richtigen Anreizen ihren Beitrag zu dieser Energierevolution leisten kann!
Anbei noch eine Übersicht über die gesetzlichen Vorgaben in Oberösterreich:

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in bayern schielen sie immer nach oö rüber und wundern sich, warum gerade diese region in europa so früh so viele dinge auf schiene gebracht hat in sachen klima und energie. ich war letztens auf einer tagung in bayern, zwei tage: der erste tag widmete sich nur projekten in oö. aber nicht, dass ich falsch verstanden werde: es ist nicht die zeit für selbstbeweihräucherung.
Schön, dies zu hören! Gleichzeitig schielt man von hier gerne nach Bayern wenn man die dortigen Häuserdächer mit den zahlreichen Solar-/PV-Anlagen betrachtet. Hast du zufällig elektronische Unterlagen über die Projekte in OÖ von der Tagung? Hört sich sehr interessant an!
hier das programm der tagung in laufen: http://www.pirklhuber.at/termine/assets/61/files/Laufen_22_23_April_2009.pdf
pirklhuber von eurer partie war auch vor ort. sympathisch. aber es blieb doch eher im politiker-sprech. (kein vorwurf, er ist ja auch politiker.)
wir (institut ttn) werden im november eine tagung zur grünen gentechnik organisieren, sollte dich dieses thema auch interessieren:
http://www.ttn-institut.de/
http://www.ttn-institut.de/node/248