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Alltagsrassimus
29Jul

“I will mohr” gestoppt! Ein Pyrrhussieg?

Unilever verzichtet auf eine kostenlose Verlängerung und lässt die “I will mohr”-Kampagne Ende Juli auslaufen. Soweit, so gut - ein Teilerfolg, der dank vieler Menschen, die sich am öffentlichen Diskurs beteiligt bzw. ihren Protest direkt an Unilever gerichtet haben, erreicht werden konnte. Doch ist dieser Teilerfolg ein Pyrrhussieg? Diese wichtige Frage wirft zumindest ein Leser auf, der folgende E-Mail heute an mich gerichtet hat:

“Gute Menschen wie Sie treiben andere ganz normale Menschen mit diesem unerträglichen Gequietsche (übersetzt - political correctness) in Scharen dorthin wo sie keiner haben will - nämlich nach Rechts. Hören Sie hinein in die Bevölkerung und Sie werden feststellen, dass die Linke für einen Ruck nach Rechts mitverantwortlich sein wird.”

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22Jul

Offener Brief betreffend “I will mohr”

iwillm

Sehr geehrte Frau Mag. Höfferer,

Mit Bedauern bin ich heute auf die Medienberichte (FM4, derStandard.at) betreffend Ihrer Kampagne “I will mohr” zu Ihrem neuen Produkt “Cremissimo à la Mohr im Hemd” gestoßen. Aufgrund der negativen Konnotation des Begriffs “Mohr” und der diskriminierenden Bezeichnung “Mohr im Hemd” ist es einleuchtend, wenn sich zahlreiche schwarze MitbürgerInnen dadurch diskriminiert fühlen. Gerade in Zeiten steigender rassistischer und rechtsextremistischer Vorfälle in diesem Land würde ich mir daher von einem Unternehmen wie Unilever erhoffen, dass es den Mut aufbringt, sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen.

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