Mit etwas Verspätung, aber aktueller denn je: Ende Juni war ich bekanntlich bei der Vienna Energy Conference (siehe auch “Österreich muss handeln!” und “Europa muss handeln!“), wo es ein sehr interessantes und lösungsorientiertes Panel zum Thema “Energiestrategien gegen den Klimawandel” gab. Dabei beschäftigte sich Prof. Diana Ürge-Vorsatz, Director am Center for Climate Change and Sustainable Energy Policy der Central European University in Ungarn, in ihrer Präsentation mit der Energieeffizienz von Gebäuden.
Heute Vormittag beim Sustainable World Congress in Grafenegg: Österreichs bedeutendste Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb plädiert eindringlich für ein grundlegendes Umdenken angesichts des Klimawandels: Zum einen müssen wir längerfristiges Denken in der Politik und der Wirtschaft belohnen! Zum anderen müssen wir unsere Werte hinterfragen und unseren Lebensstil ändern! Ausreden und Zögern zählen nicht mehr, denn beim persönlichen Lebensstil kann und muss jeder von uns etwas machen!
Egal ob als Zuhörer einer Podiumsdiskussion, im persönlichen Gespräch mit anderen Menschen oder als Teilnehmer bei politischen Veranstaltungen und Aktionen - die Eindrücke, Anregungen und Fragen, die ich bei meinen alltäglichen Aktivitäten erhalte, sind vielfältig. Aus diesem Grund möchte ich ab sofort in der Serie “Einblicke” regelmäßig Fotos und kurze Gedanken von den Veranstaltungen hier als Gedankenanstöße zur Diskussion stellen. Beginnen werde ich mit dem Hintergebirgefest vergangenen Samstag in Großraming (OÖ), bei dem mensch sich an den erfolgreichen Widerstand gegen ein geplantes Kraftwerk im heutigen Nationalpark Kalkalpen vor 25 Jahren erinnerte.
Vergangenen Freitag verabschiedete das US-Repräsentantenhaus mit hauchdünner Mehrheit ein Klimaschutzgesetz, dem sogleich die gewohnten Attribute von “gigantisch” bis “historisch” verliehen wurden. Zwar kann der Beschluss eines Klimaschutzgesetztes nach jahrzehntelang vernachlässigter amerikanischer Umweltpolitik als historisch bezeichnet werden, jedoch darf nicht übersehen werden, dass der sogenannte American Clean Energy and Security Act nicht die Erwartungen aus Obamas Wahlkampf erfüllt. weiterlesen »
Neben den Diskussionen am Podium waren bei der Vienna Energy Conference vergangene Woche vor allem die persönlichen Pausengespräche mit Menschen aus anderen Regionen dieser Welt für mich interessant. Wann hat mensch schon die Chance, aus erster Hand zu erfahren wie die Pazifikinseln Samoa, Kiribati und Salomon Islands vom Anstieg des Meeresspiegels infolge des Klimawandels betroffen sind? Oder dass der Klimawandel in Ruanda letztes Jahr die sechsmonatige Trockenzeit um zwei Monate verlängerte und damit die Existenz der von der Landwirtschaft abhängigen Bevölkerung immens gefährdete? weiterlesen »
Anfang dieser Woche war ich bei der Vienna Energy Conference der UNIDO in der Wiener Hofburg, wo sich vor allem Regierungs- und Unternehmensvertreter aus Europa, Afrika und Asien zum Gedankenaustausch zu den Themen Erneuerbare Energieträger und Klimawandel trafen. Aus den lebhaften Diskussionen und den interessanten Erfahrungen anderer Länder lassen sich einige wichtige Handlungsempfehlungen für die Energie- und Klimapolitik auf nationaler und internationaler Ebene ableiten. Gerade auch für Österreich ergeben sich daraus fünf notwendige und interessante Impulse: weiterlesen »
Zugegebenermaßen, als ich vor einer Woche über die mögliche Ablehnung der “Energiezukunft 2030″ durch die Haider-SPÖ schrieb, hatte ich noch eine leise Hoffnung, dass der ewige Populist Erich Haider sich am Montag für einen Moment aus seiner geistigen Vorwahlkampfstarre hin zu einer sachpolitisch richtigen Entscheidung bewegen könnte. Denn die Fakten lagen auf dem Tisch: Die Sorge der SPÖ über die lose Ideensammlung im Anhang des Expertenberichts war unbegründet, nicht zuletzt da noch einmal explizit darauf hingewiesen wurde dass es sich dabei “um nicht abgestimmte und bewertete Ideen” außerhalb des “Kompetenzbereiches des Landes OÖ” handle. weiterlesen »
Vor dem Kapitol in Washington widme ich mich im zweiten Videocast meiner USA-Reise den US-Präsidenten Abraham Lincoln und Barack Obama sowie der amerikanischen und der europäischen Politik. Vom Ort der Inauguration Obamas vor knapp viereinhalb Monaten blicke ich kurz auf dessen erste Monate als US-Präsident zurück und leite daraus einige Hoffnungen für die europäische bzw. österreichische Politik ab. Mein Schlussappell beinhaltet dabei wenige Tage vor den Europawahlen ein klares Bekenntnis zu einem Europa der Vielfalt, der Chancengleichheit und der Freiheit. Ich freue mich auf eure Kommentare und Rückmeldungen!