Arbeit ist in der heutigen Gesellschaft einer der zentralen Aspekte unseres Lebens, nicht zuletzt da Arbeitslosigkeit gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise ein stets präsenter Albtraum der ArbeiterInnen und PolitikerInnen ist. Für viele ist es immer noch selbstverständlich, für die Fahrt zur Arbeit stundenlang im Auto zu sitzen, Teilzeitarbeit mit einem Verliererimage zu versehen und im Falle von Nachwuchs auf die Karriere der Mutter zu verzichten.
Trotz Prekariat, Leiharbeit, Minijobs, Depression oder Burnout traut man sich die Eckpfeiler unserer Arbeitswelt nicht zu hinterfragen. Und viel zu selten wird auch der grundlegende Bezug von Arbeit zu Freiheit, Demokratie oder Gerechtigkeit kritisch analysiert…
Klimawandelanpassung ist neben Klimaschutz die zweite wesentliche Säule einer nachhaltigen Klimapolitik. Trotz der Bedeutung einer zukunftsfähigen Anpassungsstrategie gerade für den heimischen Tourismus oder die heimische Landwirtschaft ist das Thema in Medien und Öffentlichkeit noch wenig präsent. Letztes Jahr nahm ich an der Umfrage zum Thema “Anpassung an den Klimawandel in Österreich” von Umweltbundesamt und Lebensministerium teil, die ersten Ergebnisse sprechen eine interessante und deutliche Sprache:
2009 ist Geschichte! Ein Jahr, das symptomatisch für das nun beendete Jahrzehnt der “Nullerjahre” war, das ich gerne als “letztes Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts” bezeichne. Denn anstatt bei den großen Herausforderungen in den Bereichen Globalisierung, Wirtschaftspolitik, Klimapolitik, Bildungspolitik und Sozialpolitik mutige Weichen ins 21. Jahrhundert zu stellen, wurde im Wesentlichen mutlos die Politik des 20. Jahrhunderts prolongiert…
Arbeit, Politik und einige Veranstaltungen haben es mir in den letzten Tagen leider schwer gemacht, die intensive COP15-Berichterstattung der ersten Tage aufrechtzuerhalten. Das war umso bedauerlicher, da die Weltklimakonferenz in den Medien auch immer mehr in den Hintergrund gerückt ist, da immer weniger konkrete Informationen und erst recht noch keine Ergebnisse aus dem Bella Center hinausdrangen. Einige wichtige Meldungen der vergangenen Tage möchte ich dennoch kurz ansprechen…
Nach dem vielbeachteten Eröffnungstag wäre es am zweiten Konferenztag des Weltklimagipfels in Kopenhagen etwas ruhiger geworden, hätte nicht ausgerechnet Gastgeber Dänemark am Nachmittag für hitzige Diskussionen gesorgt…
Diese Woche wurde ich vom bulgarischen Staatsfernsehen zum Thema Klimawandel bzw. Klimagipfel in Kopenhagen interviewt. In meinen Antworten konnte ich den aus meiner Sicht wichtigen Punkt der globalen Verantwortung ansprechen, die zahlreichen Möglichkeiten des persönlichen Handelns aufzeigen und an die Notwendigkeit ambitionierter Reduktionsziele für CO2-Emissionen und umfassender Unterstützungsleistungen für Entwicklungsländer erinnern.
Angesichts der bescheidenen Aussichten für ein globales, verpflichtendes Abkommen in Kopenhagen ist es mir wichtig, diesen Klimagipfel nicht als Endpunkt sondern als weiteren Ausgangspunkt auf dem Weg zu raschen und ehrgeizigen Zielen zu sehen. Anbei der Mitschnitt des TV-Beitrags, darunter gibt es noch die deutsche Übersetzung der drei Fragen samt meiner Antworten:
Anbei meine Antworten auf die drei Fragen (sinngemäß von der bulgarischen Synchronisierung übersetzt): weiterlesen »
Wahrscheinlich fällt es nicht nur mir oft schwer, klare Antworten auf die Frage nach den Auswegen aus der Klimakrise zu liefern. Manchmal verlaufe ich mich in Details zu erneuerbaren Energieträgern, Lebensqualität und der Zukunft der Arbeit oder erkläre zu weitläufig warum CCS und DESERTEC keine guten Lösungen darstellen. Umso dankbarer bin ich daher für Statements wie jenes von Claus Leggewie, der es im aktuellen FALTER schafft, die Herausforderung beim Klimawandel in einem Absatz zusammenzufassen:
Umdenken bei Technologie, Lebensstil und Wachstumsparadigma, Aktionen sowohl auf politischer als auch individueller Ebene und das Ganze in einem möglichst raschen und partizipativen Prozess - besser kann man es wohl nicht zusammenfassen!